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Menschliche Kommunikation. Formen. Störungen. Paradoxien.
Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson

Das Buch Menschliche Kommunikation. Formen. Störungen. Paradoxien. wurde uns von Dr. Günter Horn, der an der mathematischen Fakultät der FSU Jena arbeitet, empfohlen.

Es handelt von den Wirkungen der menschlichen Kommunikation auf das Verhalten. Kommunikation ist offensichtlich notwendig für unsere gesellschaftliche Ordnung. Menschliche Kommunikation formuliert Denkmodelle und veranschaulicht Sachverhalte, die die Gültigkeit dieser Modelle untermauern.

Anfangs wird auf die Schwierigkeit hingewiesen, mit den Mitteln der Kommunikation über Kommunikation zu diskutieren, da man selbst “wie eingesponnen” in Kommunikation ist. Um dies dennoch zu ermöglichen, werden neue Begriffe eingeführt bzw. erläutert. Zusätzlich werden Axiome über die Kommunikation entwickelt und aufgestellt.

Danach wird geprüft, wie und mit welchen Folgen die dargestellten Prinzipien der Kommunikation Störungen unterliegen können.

Am Ende widmet sich Watzlawick dem Thema der paradoxen Kommunikation. Paradoxien tauchen nicht nur in mathematischen oder logischen Systemen auf. Es gibt auch sogenannte semantische Paradoxien und pragmatische Paradoxien. Die semantischen Paradoxien haben ihren Ursprung in verborgenen Regelwidrigkeiten der Struktur unserer Sprache. Ein berühmtes Beispiel dafür ist der Mann, der von sich selbst sagt: “Ich lüge.” Diese Paradoxie kann jedoch gelöst werden: So wie sich gewisse mathematisch-logische Paradoxien in Trugschlüsse verwandeln, wenn man von der naiven Mengenlehre Cantors zum Stufenaufbau Russels übergeht, so verschwinden auch manche Paradoxien menschlicher Kommunikation, wenn man den Empfehlungen des Jenaer Logikers Frege folgt und streng zwischen Objekt-Sprache und Meta-Sprache, wie die Sprache, mit der man über die Kommunikation reden kann, genannt wird, unterscheidet. Bei pragmatischen Paradoxien, die in zwischenmenschlichen Situationen auftreten und unser Verhalten beeinflussen können, ist dies jedoch nicht immer der Fall: Die Personen, die in solch einer Paradoxie “gefangen” sind, befinden sich in einer unhaltbaren Situation und haben nicht die Möglichkeit, aus dieser “herauszutreten”.

Menschliche Kommunikation ist verständlich und angenehm geschrieben. Zusätzlich werden viele Beispiele zum besseren Verständnis gebracht. Dieses Buch ist meiner Ansicht nach nicht nur für Psychologen, Soziologen und Lehrer, sondern auch für andere Interessierte geeignet; speziell das Thema der Paradoxien dürfte auch Mathematiker interessieren.

Katja Hutschenreuter, Jena

Kurzinfo

Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson
Menschliche Kommunikation. Formen. Störungen. Paradoxien.

Hans Huber Verlag · Bern · 2000.
10. Auflage. 271 Seiten. Broschur.
ISBN 3-456-83457-8; € 17,95.
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