Nissan X-Trail im Test: Das Elektro-SUV mit dem Benzindurst

IT/Tech

Elefantenrennen im Kompakt-SUV-Segment. Jetzt will auch noch Nissan mit dem neuen X-Trail mitmischen. Die erste Ausfahrt.

Auf den Spuren eines Bestsellers: Der X-Trail von Nissan wurde sieben Millionen Mal verkauft, allein die dritte Generation ging drei Millionen Mal über den Ladentisch. Kein leichtes Erbe für den Nachfolger, zumal er auch noch eine Reifenumdrehung mehr ins Elektro-Zeitalter fährt. Und noch dazu einen recht eigenwilligen Pfad einschlägt. Wir haben uns an die Fährte des neuen X-Trails geheftet.

E-Power nennt Nissan seinen Antrieb, den wir sowohl auf den Straßen als auch im Gelände testen konnten. Hört sich geheimnisvoll an – ist es aber nicht. Denn im Grunde genommen handelt es sich nur um eine weitere Hybrid-Variante. Der Strom wird dabei von einem Generator erzeugt, gespeist von einem 1,5 Liter großen und 158 PS starken 1,5-Liter Turbo-Benziner. Im Gegensatz zu anderen Herstellern ist der Verbrenner allerdings nicht mit dem Antriebsstrang verbunden, es gibt noch nicht mal ein Getriebe. Das heißt, er kann auch im Leistungs-Notfall nicht eingreifen. Fortbewegt wird der X-Trail über wahlweise einen oder zwei Elektro-Motoren, die auf Vorder- und Hinterachse sitzen und ihre Energie aus der 2,1 kWh großen Puffer-Batterie ziehen. Die kleinere Variante hat 150 kW (204 PS) und schiebt einzig und alleine an der Front an, die Dual-Aggregate leisten 157 kW (214 PS) und verfügen über Allrad-Antrieb.

Analog zur e-Power nennt Nissan auch den Allrad anders. E-4ORCE, das klingt kryptisch – mindestens kryptonisch. Da hat wohl einer im Marketing eine zu große Dosis Science-Fiction abbekommen. E-4ORCE funktioniert nämlich ganz nach zeitgenössischer, irdischer Ingenieurskunst: Je nach Bedarf wird das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse verschoben, um bei allen Wetterlagen und Geschwindigkeiten die optimale Traktion zu haben.